1. Moralische Urteile


Urteile wie: "So ein Verhalten ist nicht tolerierbar, wir müssen Grenzen setzen. Notfalls mit Gewalt!", sind weit verbreitet. Sobald wir innerlich zu der Überzeugung kommen, ich bin im RECHT und der Andere im UNRECHT wird Kommunikation erschwert! Leider sind wir gesellschaftlich damit aufgewachsen, dass Helden wie z.B. Häuptling Winnetou die "Bösen" umbringen durften. Eine Konfliktpartei wird glorifiziert und vom Gegner wird ein statisches Negativbild gezeichnet.


Verurteile nicht, und du wirst nicht verurteilt werden,
denn wenn du andere verurteilst,
so wirst du selbst verurteilt werden...
Matthäus


In der Gewaltfreien Kommunikation fragen wir nicht mehr, was der andere "falsch" oder "anders" hätte machen sollen. Sondern wir sagen, was wir fühlen, brauchen und BITTEN um eine konkrete Handlung. Oder wir verbinden uns mit unserem Gegenüber, mit seinen Gefühlen und natürlichen Bedürfnissen. Und schon hört die Gegnerschaft auf, wenn wir uns auf der Bedürfnisebene treffen! Gefühle und Bedürfnisse verbinden uns Menschen miteinander, weil wir sie ALLE teilen. Was uns trennt, sind die unterschiedlichen Strategien, wie wir uns ein Bedürfnis erfüllen.