2. Forderungen

 

Stellen wir Forderungen an unser Gegenüber, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass diese erfüllt werden, weil jeder Mensch ein natürliches Bedürfnis nach Selbstbestimmung hat. Selbst wenn Forderungen aus Angst oder Schamgefühl erfüllt werden, zahlen wir dafür.

 

Wie?

2.1. Durch Gleichgültigkeit gegenüber        - übernommenen Arbeiten

- einem Menschen
- der Gemeinschaft
- Sachgegenständen ... "Ist mir doch egal!".

2.2. Durch verbalen Widerstand ... "Ich mache nicht mit!".
2.3. Durch schweigen oder ignorieren.
2.4. Durch Unaufrichtigkeit                - ... "Hab ich vergessen!"

 - "JA" sagen, "NEIN" meinen

 - Nach außen hin freundlich lächeln, während im Inneren 

                                                                       ein Horrorfilm abläuft. "Du gemeine ..."
2.5. Durch brechen der Regeln.
2.6. Durch physische Gewalt. ...

Innerliche Enttäuschung, nicht frei entscheiden zu können, führt zu Distanz in unseren Beziehungen. In der Gewaltfreien Kommunikation möchten wir, dass Menschen aus freiem Willen handeln. Wir möchten keine Anpassung aus Angst, nicht angenommen und akzeptiert zu sein.


Die Freiheit des einen endet dort,
wo die Freiheit des anderen beginnt.
Rosa Luxemburg


Unser menschliches Bedürfnis nach Autonomie oder Freiheit ist lebenswichtig, denn durch die Freiheit und die Kreativität geschehen Wachstumsprozesse für uns Einzelne und die Gemeinschaft. Das einzig Beständige im Leben ist der Wandel, durch diesen wird Leben möglich. Freiheit ist für uns Menschen ein so kostbares Gut, dass wir bereit sind, dafür zu sterben. Wenn es scheint, dass unsere Freiheit z. B. durch Forderungen verletzt wird, ziehen wir uns zurück und Vertrauen im Kontakt geht verloren.